Projekt 014-2025: Mosaik-Gewaltpräventionscamp mutig & stark
In den Osterferien vom 14. bis 16. April 2025 führte der Verein füreinander e.V. in Erkrath das dreitägige Gewaltpräventionscamp „mutig & stark“ durch. 25 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren nahmen an dem Camp teil.
Ziel war es, die Kinder in ihrem Selbstvertrauen zu stärken, sie für Zivilcourage zu sensibilisieren und ihnen altersgerechte Strategien im Umgang mit Gewalt, Mobbing und Grenzverletzungen zu vermitteln. In thematischen Einheiten, Theaterspielen und praktischen Übungen zur Selbstverteidigung setzten sich die Kinder mit eigenen und fremden Grenzen, dem „Stopp-Sagen“ sowie Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen auseinander. Ergänzt wurde das Programm durch kreative, spielerische und gemeinschaftsstärkende Aktivitäten.
Das Camp trug dazu bei, das Bewusstsein für Selbst- und Fremdwahrnehmung zu stärken und eine wertschätzende Gemeinschaft zu erleben. Die gewonnenen Erfahrungen und Methoden fließen in die weitere pädagogische Arbeit des Vereins ein.
Projekt 013-2025: Wie können sich Gesundheitsfachkräfte für Frieden einsetzen?

Vom 21. bis 23. März 2025 fand in Berlin die sechste Medical Peace Academy der IPPNW statt. Ziel der Veranstaltung war es, junge Gesundheitsfachkräfte für medizinische Friedensarbeit zu sensibilisieren, fachlich fortzubilden und zur aktiven gesellschaftlichen Mitgestaltung zu befähigen.
Im Rahmen von Vorträgen, Workshops und interaktiven Formaten setzten sich 23 Teilnehmende mit der Verbindung von Frieden und Gesundheit, der Militarisierung des Gesundheitswesens sowie mit medizinischer Friedensarbeit in aktuellen Konfliktregionen auseinander. Neben fachlichem Input bot die Academy Raum für Austausch, Vernetzung und die Entwicklung konkreter Handlungsperspektiven für Beruf und Engagement.
Die Stiftung Kraft der Gewaltfreiheit unterstützte die Durchführung der Medical Peace Academy 2025 und trug damit zur Stärkung medizinischer Friedensarbeit bei.
Projekt 011-2024: Nachrichten- und Meinungsportal gewaltfreieaktion.de
Hier erscheinen Artikel über die Praxis gewaltfreier Bewegungen in Deutschland und aller Welt. Es schreiben sowohl die Redaktion als auch externe Autor*innen, die u.a. direkt aus den Bewegungen berichten. So kommen die Menschen in den Vordergrund, die sich für eine gerechtere Zukunft einsetzen und ihr Umfeld in diesem Sinne gestalten.
Denn diese Menschen, Gruppen und Bewegungen sind Impulsgeber für soziale Verbesserungen, für Gleichberechtigung, für die Bewahrung der Umwelt, für Dialog und konstruktive Konfliktaustragung, auch im Angesicht von Gewalt. gewaltfreieaktion.de verschafft dieser Realität mehr Raum und Beachtung. Die zusammengetragenen Stimmen vermitteln Wissen, Inspiration, Hoffnungen und Sorgen, verschaffen Lernerfahrungen und regen Austausch an.
gewaltfreieaktion.de ist ein unabhängiges, journalistisches Medium und setzt sich für eine vielfältigere Medienlandschaft und ein breiteres Meinungsspektrum ein. Es ist im IFGK verankert. Vorbilder sind das US-amerikanische Newsportal „Waging Nonviolence – People Powered News & Analysis“ und die deutschsprachige Zeitschrift „gewaltfreie aktion – Vierteljahreshefte für Frieden und Gerechtigkeit“ (1969-2010).
Projekt 010-2024: Podcast Tee und Taktik
Im Podcast „Tee und Taktik“ machen Lea Bonasera und Dalilah Shemia-Goeke die Konzepte strategischer Gewaltfreiheit und zivilen Widerstandes auch für Menschen, die nicht in Bewegungen aktiv sind, zugänglich. In Gesprächen zu einer Tasse Tee geht es zum Beispiel um die wissenschaftlich und historisch belegte Wirksamkeit gewaltfreier Bewegungen, effektive strategische Ansätze, warum und wie soziale Bewegungen erfolgreich sind oder scheitern, um die hunderte verschiedene Methoden gewaltfreier Aktionen und welche Wirkung sie haben oder auch historische Beispiele aus Deutschland. Der Podcast erreicht eine stetig wachsende Zuhörerschaft aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, so dass diese Ideen und Konzepte aus Forschung und Praxis gewaltfreien Widerstandes eine niedrigschwellige Verbreitung über die bisherigen Kreise hinaus erfahren. Viele Hörende melden zurück, dass der Podcast Mut macht, inspiriert und Hoffnung gibt.
Projekt 009-2024: Begleitung der ICAN Bildungsreise nach Kasachstan

Wir förderten eine Teilnahme der DFG-VK an einer Bildungsreise. ICAN Deutschland hat in Kooperation mit der kasachischen Jugendorganisation STOP (Steppe Organization for Peace: Qazaq Youth Initiative for Nuclear Justice) ein umfassendes Programm zusammengestellt, in dem die Teilnehmenden der Bildungsreise vom 9. bis 17. Mai 2024 als Multiplikator*innen geschult wurden, um sich aktiv für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen.
In einer Kleingruppe reisten die Teilnehmenden in Begleitung der STOP Initiative durch Kasachstan und hatten somit die Chance, verschiedene Regionen des Landes kennenzulernen. Es gab Besuche des ehemaligen Testgeländes und von Gedenkstätten sowie Treffen mit regionalen Organisationen. Auch ein kulturelles Programm fand statt.
Die Reise insgesamt wies auf die Gefahren und die Schrecken von Atomwaffen, sowie deren Testung hin und rückte das Thema Gewaltfreiheit damit in den Mittelpunkt. Durch die Bildungsreise konnte eine Verbindung zu Aktivist*innen in Kasachstan geknüpft werden. Ein weiteres Hauptziel dieses Projekts war auch die Aufklärung. Daher gab es eine mediale Begleitung des Projekts, um die Eindrücke der Bildungsreise aufzuarbeiten und medial präsentieren zu können.
Projekt 008-2024: Jenseits der Kriegslogik – Alternative Wege zum Frieden in der Ukraine

Vom 26. bis 28. April 2024 fand in Göttingen eine vom BSV organisierte Tagung zum Krieg in der Ukraine statt. Über 40 Teilnehmende diskutierten aus friedensorientierter Perspektive über Wege zur Kriegsbeendigung sowie über Perspektiven für eine friedliche Zukunft in der Region.
Die Tagung brachte Erkenntnisse aus der Friedensforschung mit Erfahrungen internationaler Friedensarbeit zusammen und eröffnete Raum für alternative Sichtweisen jenseits polarisierter Debatten. Neben inhaltlichen Impulsen zu Verhandlungen, ziviler Konfliktbearbeitung und der Rolle von Zivilgesellschaft stand auch der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden nahmen zahlreiche Anregungen für ihre weitere politische und praktische Friedensarbeit mit.
Projekt 007-2023: Tolstoi-Friedensbibliothek
Im Rahmen unserer Förderung haben wir zwei Bände der Tolstoi-Friedensbibliothek unterstützt – einem pazifistischen Editionsprojekt, das Schriften des russischen Schriftstellers Leo N. Tolstoi zur Friedens- und Gewaltfreiheitsdebatte für eine breite Öffentlichkeit zugänglich macht.
Die Tolstoi-Friedensbibliothek bietet eine kostenfreie Digitalbibliothek ausgewählter Texte Tolstois, darunter pazifistische, sozialethische, philosophische und theologische Schriften.
Ziel des Editionsprojekts ist es, Tolstois Gedanken zur Gewaltfreiheit, Friedensethik und gesellschaftlichen Verantwortung in verschiedenen Editionen und Reihen bereitzustellen und so einen Beitrag zur Friedensbildung und -diskussion zu leisten.
Projekt 006-2022: Climate (vs.) Crisis: Klimagerechtigkeit und Frieden zusammen denken

Wir förderten ein Wochenendseminar (IPPNW Peace Academy) vom 24. – 26. Februar 2023 in der Jugendherberge Berlin-Wannsee des IPPNW e.V. mit 1200 Euro. Zum fünften Mal tauschten sich die Teilnehmer*innen über ein Wochenende lang über „Frieden“ und „Gewaltfreiheit“ aus. „Gibt es Wege zum Frieden und Zusammenhalt für die Ukraine und für ganz Europa ein Jahr nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges?“ „Wie hängen Klimakrise, Kriege und Aufrüstung zusammen?“ „Wie kann ich selbst zum*zur Friedenstifter*in werden und wie schütze ich mich vor mentaler Überlastung?“. Das waren die Fragen, die der IPPNW vor allem mit jungen, friedensinteressierten Studierenden verschiedener Fachrichtungen diskutieren wollte.
Nach Ansicht des IPPNW sind u.a. die Überalterung der Friedensbewegung sowie mangelnder Nachwuchs Gründe, warum der Einfluss der Nichtregierungsorganisationen auf die Sicherheitspolitik der Bundesregierung abnimmt.
Hauptziel des Workshops war, dass die Teilnehmenden ihre Kenntnisse zu Konfliktanalyse und gewaltfreier Konfliktbearbeitung erweitern, in einen Austausch mit Friedensstifter*innen aus unterschiedlichen Kontexten treten, Initiative für zivilgesellschaftliches Engagement entwickeln und als Multiplikator*innen in ihrem Uni- oder Arbeitsumfeld tätig werden.
Die Wirksamkeit der Peace Academy ist über die einzelne Veranstaltung hinaus angelegt. Es ist geplant, dass die Peace Academy weiterhin jährlich stattfindet; das war jetzt die 5. Auflage des Seminars. Die Mitwirkenden voriger Peace Academies haben sich bei den folgenden Planungen beteiligt und wollen sich auch weiterhin einbringen, im Planungsteam sind in der Regel 1-2 Alumni der letzten Peace Academies.
Projekt 005-2022: Netzwerktreffen – Intersektionale Friedensarbeit

Am 25. März 2023 lud die friedensbertha – Werkstatt für intersektionale Friedensarbeit Aktivist*innen aus verschiedenen deutschen Friedensorganisationen zu einem Netzwerktreffen ein. Ziel war der Austausch zu intersektionaler Friedensarbeit, die gemeinsame Entwicklung von Zielen und Maßnahmen sowie der Aufbau eines langfristigen Netzwerks.
In Arbeitsphasen wurden zentrale Voraussetzungen, Zielsetzungen und konkrete Ansätze erarbeitet, darunter eine gemeinsame Grundsatzerklärung, diskriminierungssensible Organisationsentwicklung und nachhaltige Austauschstrukturen. Neben der inhaltlichen Arbeit stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt, um die Vernetzung intersektional arbeitender Friedensakteur*innen zu stärken.
Projekt 004-2022: Friedenspolitik neu denken!?

Ein Projekt von pax christi e.V., Diözesanverband Freiburg. Der Film selbst ist eine gelungene Kooperation aus friedens- menschenrechts-, umwelt- und entwicklungspolitischen Vereinen und stellt Menschen aus Freiburg vor, die sich „als Pazifisten, Widerständige und Visionäre gewaltfrei für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung eingesetzt haben.“ Nun soll der Film bei vielen unterschiedlichen Gelegenheiten unter die Leute und Menschen anregen, sich mit „Fragestellungen einer zukunftsfähigen Friedenspolitik auseinanderzusetzen“. Aktueller könnte das Thema nicht sein. Die Stiftung Kraft der Gewaltfreiheit – Power of Nonviolence ist gerne bereit, mit ihren wenn auch bescheidenen Mitteln beizutragen, die geplante Veranstaltungsreihe und Bildungsangebote zu realisieren. Das Projekt hat schon begonnen und läuft bis Ende 2022. Die Stiftung fördert das Projekt mit 1.000 €.
Projekt 003-2022: Sozial-ökologische Transformation und Gewaltfreie Aktion

Wir fördern die Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden, mit ihrem Projekt: „Sozial-ökologische Transformation und Gewaltfreie Aktion“.
Die Reichweite der aktiven Gewaltfreiheit in der Klimagerechtigkeitsbewegung wird von der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden in einer hybriden Bildungsveranstaltung Ende Mai thematisiert: Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Protestformen auch an der Grenze zur Gewaltfreiheit sollen hier ausgelotet werden, in Vorträgen und Arbeitsgruppen. Die Werkstatt bringt dabei eigene Erfahrungen aus mehr als 40 Jahren ihrer Bildungsarbeit mit, so dass wir uns als Stiftung darauf freuen können, hier eine zukunftsweisende Veranstaltung zu unterstützen.
Projekt 002-2021: Peace for Future

DasProjektPeace for Future wurde vom DFG-VK Bildungswerk Hessen e.V. in Kooperation mit der Initiative Sicherheit neu denken eingereicht, seit 2021 vorbereitet, mit 19.942 Euro gefördert und ab 2022 für mehrere Jahre durchgeführt.
Dass die militärische sogenannte Sicherheitspolitik keine Sicherheit, sondern allerhöchste Unsicherheit bietet und daher Sicherheit neu gedacht werden muss, wurde durch den Ukraine-Krieg schockierend aktuell. Was Frieden und Sicherheit bedeuten und erfordern, das ist für weitere schwere Krisenbereiche wie Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Flucht und Migration, Populismus oder Rassismus neu zu erarbeiten. Dafür bieten erstmalig die Szenarien der Initiative Sicherheit neu denken https://www.sicherheitneudenken.de/ den integrativen Vorschlag eines positiven gesellschaftlichen und politischen Transformationsprozesses. Auf diesen hin erhalten viele junge Menschen in Deutschland durch Peace for Future eine Ausbildung zu Friedensmentor*innen, fähig, sich im persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereich effektiv für Frieden und Sicherheit einzusetzen. Das zukunftsweisende, langfristig angelegte Projekt mit dem Potenzial einer großen gesellschaftlichen Reichweite ist geeignet, dem „Nachwuchsmangel“ der Friedensbewegung zu begegnen. Es lebt aus der Kraft der Gewaltfreiheit und macht Hoffnung. https://peace4future.de/
Projekt 001-2021: Dialogräume

Das Projekt „Dialogräume“ wurde vom Bund für Soziale Verteidigung e.V. in Minden gestellt, im Frühjahr 2022 durchgeführt und mit 5.000 Euro gefördert. Es besteht aus einer Bedarfserhebung und einer Konzeptionsentwicklung.
Das vom Bund für Soziale Verteidigung e.V. durchgeführte Projekt schöpft aus der Erfahrung des BSV, mit Gemeinschaften zu arbeiten, die nach alternativen Wegen suchen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Allerdings gibt es auch in solchen Gemeinschaften die Erfahrung, dass es so etwas wie eine Dialogkluft gibt: Man tauscht sich nicht aus, es fehlt die kreative und konstruktive Kommunikation untereinander. Das Potenzial für Apathie einerseits und Konflikte andererseits steigt. Woran liegt das? Und wie lassen sich Räume schaffen, die diese Kluft überbrücken? Teilen die Akteure vor Ort überhaupt diese Problemstellung – verspüren sie einen Veränderungsbedarf? Mit wertschätzenden Interviews und Fokusgruppen wird im Frühjahr 2022 das geförderte Projekt dieser Frage in Minden nachgehen und ein Konzept für ein nachfolgendes größeres Forschungsprojekt erstellen.
„This is an interesting and creative project with a huge potential to handle societal conflicts less aggressive and less violent. The idea to create safe and trustworthy spaces for exchange of ideas, views, worries and complaints is a natural and part of good conflict handling. Little is so far done to document the actual effects of such initiatives….“
„Das interessante, kreative Projekt hat großes Potenzial, gesellschaftliche Konflikte weniger aggressiv und gewalttätig auszutragen. Die Idee, sichere, vertrauenschaffende Räume für den Austausch von Ideen, Ansichten, Sorgen und Beschwerden zu schaffen, ist natürlich und Teil guter Konfliktbearbeitung. Bislang wurde wenig getan, um die tatsächlichen Auswirkungen solcher Initiativen zu dokumentieren.“
